Nr Geometridae Larentiinae 

Eupithecia schiefereri Bohatsch, 1893


Aus der Schweiz erwähnte Unterarten: Syn.: Tephroclystia caeruleata Favre

Erstbeschreibung: Mittheilungen über Eupithecien. - Deutsche Entomologische Zeitschrift Iris 6: 31

Typenfundort: 

Originalkombination: Eupithecia venosata var. schiefereri

Vorbrodt 1911: Eupithecia schiefereri
Forster-Wohlfahrt 1955: ?
Higgins & Riley 1970: Eupithecia schiefereri
Pro Natura (SBN) 1987: Eupithecia schiefereri
Koch 1988: Eupithecia schiefereri
Toleman & Lewington 1998: Eupithecia schiefereri

Spannweite:
Überwinterung:
Rote Liste:
Höhenverbreitung:
Phänologie Falter:1 Gen.Jahr. Die Puppe überwintert, gelegentlich 2x.
Jahreszeitliche Entwicklung aller Stadien:
Verbreitungskarte:

Gesamtverbreitung: S-Europa, Kleinasien

Verbreitung in der Schweiz: Tessin, Wallis. (Münstertal?)

Beschreibung
Falter: grosse Ähnlichkeit mit E. venosata, fliegt aber 3-4 Wo früher
Spannweite 21-25mm
Grundfarbton bei frischen Exemplaren: vergrauter heller Lederton mit leichtem violetten Schimmer. Dunkler als E. venosata.
Zeichnung weniger kontrastreich, Linienzeichnung feiner, geringer weiss ausgefüllt.
Der halbmond- oder strichförmige Mittelfleck der Vorderflügel berührt fast immer die Mittellinie (wird aber nicht so durchlaufen wie bei E. venosata).
Der Hinterleib trägt auf dem dritten Segment einen schwarzen Ring.

#venosata_01.jpg#1. E. venosata

2. E. schiefereri
(nach WEIGT)

Variationsbreite:

Ähnliche Arten in der Schweiz: Eupithecia venosata: Zur sicheren Unterscheidung Genitaldetermination -

Eibeschreibung:

Raupenbeschreibung::

Puppenbeschreibung::

ÖKOLOGIE / BIOLOGIE:

Lebensraum: Wärmeliebende Art: Südexponierte Hänge und Böschungen, an denen ihre Futterpflanzen reichlich vorkommen (Silene nutans, S. italica, Silene spp., Lychnis alpina, Saponaria ocymoides). Die Imagines fliegen während der Zeit, in der an den Futterpflanzen gerade aufbrechende Blütenknospen vorhanden sind. In abgeschatteten Felspartien, wo gelegentlich Nelkenarten viel üppiger wachsen, kommt sie aufgrund der verspätet einsetzenden Blüte nicht vor (nach WEIGT).

Ei:

Raupe:

Puppe:

(Stichworte Präimaginalstadien: (Frasspflanzen, Mikroklima, Lebensraum Präimaginalstadien, Ablageverhalten, Frassverhalten, Verhalten, jahreszeitliche Entwicklung: Text fakultativ, ergänzend, falls im Phänogramm nicht sichtbar)
(Lebenszyklus und Generationsfolge): 1 Gen.Jahr. Die Puppe überwintert, gelegentlich 2x..

Falter:
(Stichworte: Nektarpflanzen, Verhalten, Balz, Ausbreitungsdistanz)

Populationsökologie:
(Stichworte: spezielle Schwankungen, Populationsgrössen, Metapopulation? Ausbreitungsdistanz und -freudigkeit, ev. Genetisches)

GEFÄHRDUNG:

SCHUTZ UND FÖRDERUNG :

Liste Nahrungspflanzen Raupe: Lychnis L. alpina: in Blüten und Kapseln (Weigt, 2002)
Silene nutans (bevorzugt): in Blüten und Kapseln (Weigt, 2002)
Silene S. italica (bevorzugt): in Blüten und Kapseln (Weigt, 2002)

Literatur:

Sonstiges: Falter dämmerungs- und nachtaktiv, kommt gern ans UV-Licht. Nicht selten werden drei bis acht Eier an eine Pflanze abgelegt. Die Raupen sind nachtaktiv, wobei sie ganz offen an der Pflanze sitzen Die Jungraupen fressen sie Blüten und Blütenknospen, im letzten Stadium die reifen Samen. Tags sitzen die Raupen zumeist im unteren Drittel ihrer Nahrungspflanze, starr ausgestreckt, mit abwärts gerichtetem Kopf. Puppe im Boden im Wurzelbereich der Raupenpflanze.
Die Zucht von Eupithecia schiefereri ist leicht, die Copula wird willig vollzogen, auch die Eiablage ist unproblematisch. Zucht mit zahlreichen Nelkenarten möglich.

Nachweismethoden: LF im Juni; Raupensuche nachts Ende Juni-anfangs Juli.

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Textautor: Heiner Ziegler
Datum: 21.07.2024: 03:14