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Parasemia plantaginis (LINNAEUS, 1758) Erebidae
Arctiinae
Arctiini
Textblatt Geometridae
Wegerichbär, Wood Tiger
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Fotos Imagines
Praeimagines
Habitat
Verbreitung
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(ganze Schweiz), v.a. Jura, Alpen
Funde:
Habitat & Flugzeit
Habitat: Krautige Wiesen mit reichlich Vegetation.
Imaginalmonate: 5-8
Höhenverbreitung: - 3000 m
Lebenszyklus: Die Raupen überwintern, in hohen Lagen zweimal
Raupen & Biologie
Biologie:
Raupe polyphag an krautigen Pflanzen
Raupenpflanzen:
Galium sp. (Labkraut)
(SBN 3)
Hieracium sp. (Habichtskraut)
(SBN 3)
niedrige Pflanzen
(SBN 3)
Plantago alpina (Alpen-Wegerich)
(SBN 3)
Rumex sp. (Ampfer)
(SBN 3)
Literaturzitat
VORBRODT, K. & MÜLLER-RUTZ, J. (1914, Band 2):

128G. plantaginis L. — Sp. III, T 74 - Stz. II, T 16 — B. R. T 49 — Schawerda Fig. 2. 17.
Dieses so ungemein veränderliche Tier gehört nur dem Jura und den Alpen an, der Ebene fehlt es völlig. Flugzeit, je nach der Höhenlage, von Ende Mai bis im August. Der m Falter fliegt am Tage im Sonnenschein, das w gegen Abend. Höhenverbreitung zwischen 1000 m (Brot-dessus, V.) und 2700 m (Silvrettagletscher, Bäbler) U. J. 0. W. S. G.
I. Der Typus besitzt im m Geschlecht dottergelbe Hfl, Abdomen seitlich und am After gelb; das typische w hat dagegen rote Hfl, das Abdomen ist seitlich und am After rot.
Daneben kommen vor:
a) lutea-obsoleta Tutt — Schawerda Fig. 1. Hfl ohne die schwarze Einfassung der Mittelzelle. Chasseral (Rob.), Dombresson (V.), Paquier (Jeanneret), Tramelan (G.).
b) albulae Kilian {= flava Kil.) — Soc. Ent. XH, 5 — Ill. Wocbenschr. f. Ent. II, 345. I Form — aus Raupen vom Albula erzogen — bei welcher die Vfl Binden grell gelbrot, die Hfl stärker gelb sind.
c) subalpina Schawerda Fig. 3. 18. m gelb, w rot; die basale Hälfte der Hfl schwarz. Ist die gewöhnliche alpine Form. Albula, Simplon, Col de Balme (V.), Val Ferret (Ratz.), Chasseral (Steinegger), Paquier (Jeanneret), Albula (Hüni), Parpan (Corti), Dent du Midi (Musch.), Zermatt (V.).
d) matronalis Frr. — Stz. H, T 16 — B. R. T 49 — Schawerda Fig. 5. Die m hochalpine Form mit verdüsterten Flügeln. Die Hfl sind bei typischen Stücken bis auf eine schmale, gelbe Saumbinde einfarbig schwarz oder ganz selten auch völlig schwarz. Aus dem Jura nur von Sentier erwähnt (Mory), aber in den Alpen weit verbreitet. U. 0. W. S. G.
e) flavoradiata Locke — Verb. z. b. G. Wien LVHI (29). Form der matronalis Frr.; die Hfl besitzen gelbe, von der Wurzel ausgehende Längsstrahlen, von welchen der obere, kürzere in der Mittelzelle liegt. Stilfserjoch (Locke).

II. bicolor Ratz. — Mittlg. S. E. G. VHI, 220 — Schawerda Fig. 6. m Form; sie besitzt weisse Hfl, deren Mittelzelle nicht schwarz eingerahmt ist, auch die dunkle Zeichnung der Vfl ist stark reduziert. Macugnaga, Wendenalp (Ratz.), Gadming (Schawerda), Simplon (Musch.), Zermatt. 11. VI. 1913 (V.).
f) hospita Schiff. - Stz. II, T 16 — Schawerda Fig. 7. 15. m Form; die Grundfarbe aller Flügel ist gelblich-weiss, die Mittelzelle der Hfl schwarz eingerahmt. Unter der Art und mit dieser verbreitet.
g) borussia Schawerda Fig. 9. I Form; weiss, die basale Hälfte der Hfl schwarz und dergestalt ein Gegenstück zu subalpina Schaw. bildend. Stilfserjoch (Schawerda), Stockhorn (Hiltb.), Chasseral (Steinegger). Tramelan (G.), Simplon (Musch.).
h) elegans Ratz. - Stz. II, T 16 - Mittlg. S. E. G. VIII, 220 — Schawerda Fig. 10. Eine extreme Form der hospita Schiff., bei welcher durch Zunahme der schwarzen Färbung das Weisse der Hfl bis auf einige schmale Rand flecke verdrängt ist, bisweilen auch auf den Vfl. Macugnaga, Wendenalp, Val Somvix (Ratz.), Stilfserjoch (Schawerda, Ratz.), Albula, Simplon (V.).
i) raetzeri Schawerda 1. c. p. 67. Eine auf allen Flügeln fast einfarbig schwarze Form. Julier 31. VII. 1905 (Honegg.), Stilfserjoch (Locke), Pontresina (Oertel).
k) flavipennis Schawerda Fig. 20. w Form (matronalis w). Kleiner, überwiegend schwarz; Hfl mit verminderter orangefarbiger oder ockergelber Zeichnung.
1) roseipennis Schawerda Fig. 21. w Form; Hfl und Abdomen schön rosa gezeichnet. Ein Stück vom Simplon 13. VII. 1906 (V.).
Die Fransen aller Formen sind meist hell , gelb oder weiss, ausnahmsweise schwarz {nigrociliaia Schaw.).
Die Raupe — Sp. IV, TU — lebt von Spätsommer bis Mai-Juni polyphag an niederen Pflanzen, wie Plantago, Lychnis, Silene, Rumex u.s.w. — Gefangene ww legen willig die Eier ab. Die Raupen schlüpfen nach 8-10 Tagen und lassen sich mit Löwenzahn oder Salat leicht erziehen. Die Verpuppung erfolgt in einem leichten Gespinst in den Ecken und am Deckel des Zuchtkastens, im Freien unter Steinen. Die Puppenruhe dauert 2-3 Wochen und die ganze Zucht von der Eiablage bis zum Falter 3 Monate. Sehr dunkle Exemplare erhielt ich dadurch, dass ich im Spätherbst erzogene Puppen der Kälte aussetzte.
E. Sp. II, 130 — Stz. II, 81 ~ Favre 88 — Roug. 59 — Frio. II, 150 - B. R. 427, T 49 - Ent. Zeitschr. 1886, p. 61.
Quellen
Links:
euroleps
lepiforum
Verbreitungskarte CSCF
Raupenkalender Arctiidae der Schweiz
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